Naturschutz in Sipplingen

 

 

 

 

Die teilweise extrem steilen und unzugänglichen Hanglagen um Sipplingen fielen bereits nach dem zweiten Weltkrieg großflächig aus der Nutzung und verbrachten. Die ersten Aktivitäten des Naturschutzes begannen in Sipplingen vor über dreißig Jahren zunächst ehrenamtlich und wurden später auf eine professionelle Basis gestellt. Viele bereits zugewachsene Flächen wurden in Sipplingen entbuscht und haben sich dank der Pflegemaßnahmen wieder zu artenreichen Blumenwiesen entwickelt. Die Maßnahmen des Naturschutzes konnten jedoch den Landschaftswandel in Sipplingen zunächst nicht aufhalten, sondern nur bremsen. Bis Ende der neunziger Jahre war ein Zuwachsen der Landschaft zu beobachten, Brombeeren und Gebüsche eroberten Jahr für Jahr wertvolle Flächen.Um dieser Problematik entgegen zu steuern, wurde in den Jahren 2002/2003 für die nicht bewaldeten Flächen der freien Landschaft der Gemarkung Sipplingen ein Pflege- und Entwicklungsplan erarbeitet.

Der Biologe Jochen Kübler vom Überlinger Büro 365° freiraum + umwelt ist seither mit der Koordination der Umsetzung des Planes betraut. Die Naturschutzmaßnahmen werden von einem Arbeitskreis fachlich begleitet, dem der Sipplinger Schultes Anselm Neher, die Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt Bodenseekreis (Andreas Pflug), die Höhere Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Tübingen (Werner Fritz), der Naturschutzbeauftragte Thomas Hepperle, der Forstrevierleiter Rolf Geiger und der Landschaftspfleger Gerhard Weyers angehören.