Wälder

 

 

 

 

 

 

Die Wälder um Sipplingen wurden lange Zeit von der Waldkiefer (Pinus sylvestris) dominiert. Lange Zeit war man der Meinung, es handle sich hierbei um den Geißklee- Föhrenwald. Offensichtlich waren die Kiefernwälder bis auf einige Sonderstandorte, etwa am Katharinenfelsen, jedoch eine vom Menschen beeinflusste Waldgesellschaft. Nach Nutzungsaufgabe ist auf nahezu allen Standorten inzwischen die Rotbuche (Fagus sylvatica) eingedrungen und verdrängt nun zunehmend die Kiefer. In den Wäldern an den Steilhängen Sipplingens ist eine forstwirtschaftliche Nutzung in der Regel nicht sinnvoll. In den ungenutzten Wäldern etablieren sich daher sehr naturnahe Waldgesellschaften und urwaldartige Waldbilder. Sie sind Lebensraum einer artenreichen Flora und Fauna.

Im lichten Schatten der Kiefernwälder gedeiht eine artenreiche Krautschicht. Im zeitigen Frühjahr zaubert das Leberblümchen (Hepatica nobilis) blaue Punkte auf den Waldboden. Im Mai blüht das Immenblatt (Melittis melissophyllum) und mit etwas Glück findet man die Orchideen Rotes Waldvögelein (Cephalanthera rubra) und Schwertblättriges Waldvögelein (Cephalanthera longifolia).

Der Schwarzspecht findet hier geeignete Höhlenbäume. Nachmieterin ist häufig die Hohltaube. In den teils nur schwer zugänglichen Wäldern brüten auch zahlreiche Greifvögel. Neben Mäusebussard, Schwarzmilan, Habicht und Sperber kommt auch der seltene Wespenbussard vor. An den unerreichbar hohen Molassefelsen kann der Wanderfalke ungestört brüten.

Das Rehwild findet in der reich strukturierten Landschaft mit kleinräumigen Wechsel aus Wald und Wiese ideale Bedingungen vor. Auch Wildschweine durchstreifen insbesondere im Herbst die Wälder um Sipplingen. Häufig vertreten ist der Fuchs, wohingegen der Feldhase ebene und offene Landschaften bevorzugt. Die marderartigen Dachse, Stein- und Baummarder, Hermelin und Mauswiesel haben eine heimliche Lebensweise und sind nur schwer zu entdecken.